Freitag, 8. Februar 2013

ISK durch Produktion - Ein Selbstversuch (update)

Nahezu alles in EVE wird von Spielern produziert, also müsste man eben damit auch Profit machen können. Das größte Hindernis sind wohl die nötigen Produktionsanlagen. Im HighSec sind diese oft mit langen Wartelisten belegt und eine eigene POS kann/will sch nicht jeder leisten. Bei mir sieht das alles aber schon etwas anders aus.
Erforschen uralter Schiften? Das Inventen von BPOs ist einfacher als es anmutet!

Als ich vor über drei Monaten die Aufgabe bekam für die Corp im WH den nötigen Treibstoff zu produzieren, wurde ich erneut auf das Thema gestoßen. Zuvor war ich ja durch meinen kurzweiligen Einstieg mit 500 Mio ISK ins BPC-Geschäft mit der Materie in Kontakt gekommen (BPCs für 500 Mio).

Zielsetzung:
Ich wollte Gyrostabilizer II herstellen. Dazu muss eine Gyrostabilizer I BPO erforscht und kopiert und die erhaltenen BPCs durch inventen in t2 BPCs umgewandelt werden. Dann noch die Module herstellen und verkaufen. Klingt doch recht einfach, oder?

Schritt 1 - Kopieren der BPO
Eine t1 BPO zu kaufen ist keine große Herausforderung. Um Material- und Zeiteffizient in der Produktion auf Stufe 100 zu erforschen bedurfte es lediglich jeweils eine Woche. (Stufe 100 ist in der Regel total überflüssig) Anschließend kopiert man die BPO wie wild rauf und runter.
Kosten: ~400k ISK - Die BPO war nen Schnäppchen und die POS muss ich nicht bezahlen.


Schritt 2 - Erforschen der BPCs (Inventen)
Unter den Eigenschaften der BPCs findet man die Info, von welcher Rasse die jeweilige Entschlüsselungsfertigkeit benötigt wird. Dementsprechend benötigt man auch ein sog. Interface. In meinem Fall (Minmatar, Module) war das das Cryptic Data Interface. Zusätzlich braucht man jede Menge Datacores. Diese konnte ich zum Teil selber bei meinen Forschungsagenten besorgen. (Forschungsagentenguide)
Nicht jede Invention ist erfolgreich! Man kann aber seine Chancen durch das Verwenden von meta1-4 Modulen und den Einsatz von Decryptoren verbessern.

Kosten: ~490k ISK je 10er t2 BPC - Ich habe meta3 Gyrostabilizer eingesetzt.

Tipp: Das Interface zum Decrypten wird nicht verbraucht. Eines reicht.

Schritt 3 - Produzieren der Module
Nach einiger Zeit habe ich gemerkt, dass man für Schiffsmodule ein Equipment Assembly Array (60 Mio ISK) benötigt, welches ich erst kaufen, transportieren und anschließen musste. Zur Herstellung braucht man t1 Gyrostabilizer - Kein Problem, ich hab' ja die BPO - und neben jeder Menge Mineralien ein paar PI-Güter und R.A.M.-Electronics.

Kosten: ~3,30kk ISK je 10er t2 BPC

Schritt 4 - Kohle her!
Erfahrungsgemäß gehen die Dinger weg wie warme Semmeln. Man wird zwar nicht schlagartig zu einem der "wealthiest man in the galaxy"[1], aber es ist ein gutes Gefühl, wenn unter dem Reiter Transaktionen alles grün ist.

Tipp: Am besten wird man große Stückzahlen in Jita los

Einnahmen: ~7,3 Mio ISK je 10 Gyrostabilizer II

Die Frage aller Fragen: Lohnt sich das überhaupt?
Dazu muss man den Gewinn je Modul und die generellen Anschaffungskosten mal auftragen.

Also gehen ab dem 212.ten verkauften Modul 33% der Einnahmen direkt in meinen Profit über. Das mag bei allen, die für die verwendete POS selber zahlen müssen, etwas weniger sein.

Kassensturz - Wieviel Gewinn habe ich jetzt gemacht?
1.647.756.008 ISK - Ausgaben gesamt
1.991.007.549 ISK - Einnahmen gesamt 
262.813.781 ISK - Gewinn
Rendite:  16 % (20% mit EAA)
(+ das 60 Mio teure Equipment Assembly Array, das ich noch iwo haben müsste)
 
[1] Vergleiche den Retributiontrailer

Update - 12.02.2014 - Kassensturz
Übersicht aller Einnahmen und Ausgaben, sowie des Gesamtgewinns hinzugefügt.

 Update 12.08.2013 -  Zahlen aktuallisiert und Fehler behoben
In einer früheren Version lag der Marktpreis noch über 900k ISK pro Modul. Zusätzlich waren die Kosten unter Schritt 3 um den Faktor 10 zu klein. Daher lag der Gewinn je Modul bei 90% und die Ammortisation der Anschaffungskosten bereits nach 75 verkauften Modulen erreicht.

Sonntag, 3. Februar 2013

RvB FFA - Das Poinen-Massaker

Als ich mit einem Charakter der Blue Republic beitrat, war mein Anliegen möglichst unkompliziert und günstig "mal eben" etwas PvP machen zu können, falls im WH mal wieder Flaute ist. Wenige Tage dabei und schon wurde das 3te FFA (Free For All) von RvB angekündigt. Tausende Fregatten warteten nur darauf vernichtet zu werden.

Der offizielle Trailer zum Event

Am 26.Januar um 15:00 ET (EVE Time) startete ein Event der Superlative. Über 28.000 T1 Fregatten standen zur Verfügung, um in Poinen 48 h non-stop PvP fliegen zu können. In Wellen von mehreren hundert Fregatten wurden uns kostenlose Schiffe regelrecht aufgedrängt.
In über einem Dutzend SMA's wurden tausende Fregatten gelagert



Mitten im Kampfgetümmel blieb es nicht aus, dass man auch mal den einen oder anderen C-Blogger (nichts für ungut :P) ins Visier nahm. So war es mir vergönnt den Nasenmann, gleich nach seiner Rückkehr zu EVE, aus einer Fregatte zu pusten. Kurze Zeit später kam Bully B und hat seinen Blogger-Kill-Count mit mir ums eins nach oben getrieben.
Dieses Schiff hatte es mir während des Events angetan: Die Punisher
Um den Piloten einen zusätzlichen Anreiz zu geben, wurden jede Menge Preise ausgelobt, u.a. für die meisten Abschüsse, die meisten Kills in Fregatten jeder einzelnen Fraktion, die erste Killmail, oder, oder, oder. Zu gewinnen gab es somit nicht nur jede Menge Spaß, sondern auch viele Factionschiffe, Module und andere Dinge.
Mit höchsten Grafikdetails konnte man aufgrund der vielen Wracks nicht lange spielen
Es ist ganz klar eine der besonderen Stärken von EVE Online, dass Spieler in der Lage sind gemeinsam so etwas herausragendes auf die Beine zu stellen. Ich kann jedem nur empfehlen die Augen offen zu halten und bei so etwas einmal mitzumachen.


Quellen:
[1] RvB Foreneintrag
http://rvbeve.com/forums/index.php?/topic/3793-mass-event-3-26000-explosions-lets-do-this/
[2] Bully B
http://bullybeve.blogspot.de/2013/01/26000-explosionen.html
http://bullybeve.blogspot.de/2013/01/rvb-poinen-muss-brennen.html

http://i.imgur.com/XJnRb.png