Freitag, 25. April 2014

PAP Link? Flottenaktivität im NullSec!

Jede Allianz funktioniert ein bisschen anders und mitunter sogar ein bisschen mehr. In RAZOR wird die Flottenaktivität gemessen - mit unterschiedlichen Konsequenzen. Einerseits lässt sich mit aktiver Teilnahme jeden Monat ein Bonus verdienen, andererseits droht Corps mit einem zu geringen Anteil der Rauswurf aus der Allianz.

Man kommt nach einem langen Tag nach Hause und das Hochfahren des PCs hat nur einen Sinn: online sein und warten, denn jeden Moment kann er kommen - der Fleet-Ping.

RAZOR verwendet, ebenso wie seinerzeit TEST (und wohl auch die Goons), Jaber/Pidgin um Piloten zur Flottenteilnahme zu bewegen. Das funktioniert wie ein Messenger und man bekommt eine Nachricht wie:
Ishtar Fleet forming up in 30 min, join TS OP1
Dann wird das Spiel gestartet, alles bereit gemacht und los geht der Spaß. Häufig geht bereits nach wenigen Minuten das Gefrage los: "Pap Link?" und ein wahrer Shitstorm bricht über den Fleetchannel herein.

Ein PAP-Link ist ein Link, der mit dem Ingamebrowser geöffnet wird und die Flottenteilnahme speichert

Mit meinem Beitritt zu Oberon (Teil von RAZOR) hatte ich im ersten Monat 15 Flottenteilnahmen zu absolvieren. Die ganze Bedeutung wurde mir erst später klar.

Der Vorteil für jeden Piloten liegt in der Möglichkeit für häufige Flottenteilnahmen einen ISK Bonus überwiesen zu bekommen. So gab es für mich im Nov 2013 236 Mio ISK. Der Aktivste in der Corp bekam um die 800 Mio.

Montag, 14. April 2014

Amar Epic Arc Kassensturz

Ein Weg um im HighSec neben ISK auch noch alle 3 Monate einen ordentlichen Bonus zum Fraktionsansehen zu erhalten bieten die Epic Arc Missionen. Nachdem die Minmatar Epic Arc im letzten Test über 70 Mio ISK/h brachte, wird diesmal die Amar Epic Arc getestet.
Diesmal habe ich anstelle der HM Tengu meine Ishtar mitgenommen
Die 73 Mio ISK pro Stunde, von denen ich in meinem Minmatar Epic Arc - Kassensturz berichtete, wollen verglichen werden. Was kann man in den anderen Epic Arcs gesamt und pro Stunde so verdienen? Hiermit erweitere ich mein Wissen um die Amarr Epic Arc.

Hinweis: Um Epic Arc Missionen fliegen zu können braucht man bei der entsprechenden Corp ein
5er Standing
[Fraktion] [Ansprechpartner] [Corp] [System]
Gallente - Roineron Aviviere von Impetus in Dodixie
Caldari - Aursa Kunivuri von Expert Distribution in Josameto
Minmatar - Arsten Takalo von Brutor Tribe in Frarn
Amarr - Karde Romu von Ministry of Internal Order in Kor-Azor Prime

Da Epic Arc Missionen allein recht zäh von der Hand gehen fliege ich auch diesmal mit zwei Piloten die Epic Arc zweimal neben einander. Der eine fliegt eine Raven mit T2 Cruise Missile Launchern und der andere eine Ishtar mit Sentrydrohnen. Zumindest zum Setup kann ich sagen, dass sich die Ishtar, u.a. wegen ihres geringen Puffers sehr unsicher fliegt.

Auch diesmal waren die Zielsysteme der einzelnen Missionen nicht immer identisch. Dennoch lohnt es meiner Meinung nach zu zweit zu fliegen, da so alle Missionen schneller gehen. Nach insgesamt 18 h gab es auch diesmal (für das Amar Empire) einen Fraktionsansehensuwachs von 10%+.



Aufgeschlüsselt macht das je Charakter
  • 17 Mio Missionbelohnungen
  • 27 Mio Zeitboni
  • 127 Mio Kopfgelder
  • 152 Mio Loot 
  • 69 Mio Salvage
  • ~174 Mio für den Verkauf des Imperial Navy Modified 'Noble' Implants
Das sind für beide Charaktere jeweils 567 Mio ISK (in Summe 1.133 Mio). Bei ungefähr 18 Stunden ergibt das einen Stundenlohn von 63 Mio ISK/h. Bei meinen ausbaufähigen Skills und der Unsumme an zusätzlichen Sprüngen, die ich fliegen musste, ist das sicher ausbaufähig.

Tipp: Mit einer Mobile Tractor Unit (MTU) und 2-3 Salvagern in den HighSlots braucht man für die Amarr Epic Arc keine zusätzliche Noctis

Ich werde bei Gelegenheit die Gallente und Caldari Epic Arcs fliegen und vergleichen.

Weitere Artikel zum Thema ISK im HighSec

Hinweis:
Folgenden Guide habe ich zum Absolvieren der Epic Arc genutzt: EVEUni
Eine großartige Übersicht zu Epic Arcs findet ihr bei BullyB
Eine Übersicht über eure Gegner findet ihr auf EVE-Survival
Auch Mr. Tibbers hat die Amar Epic Arc abgeschlossen und darüber gebloggt. 

Update - 19.06.2016 - Gallente Epic Arc Speedrun verlinkt; Formatierung angepasst; EVE Survival verlinkt
Update - 07.06.2016 - Minmatar Epic Arc Speedrun verlinkt
Update - 06.06.2016 - Caldari Epic Arc Speedrun verlinkt
Update - 14.05.2015 - Querverweise zu anderen Epic Arcs im HS eingefügt  
Update - 06.05.2015 - Mr. Tibbers' Bericht verlinkt

Montag, 7. April 2014

Corpgröße - Segen und Fluch (Teil II)

Wie findet man für eine Wurmlochcorp die richtige Größe und wie vereint man Corpgröße und Sicherheitsaspekte miteinander? Ekchu hat aus seinen Erfahrungen gelernt und Konsequenzen gezogen. Aber können uns diese vor weiteren Diebstählen schützen?
Mit großen Corps ist es einfacher großes zu erreichen
Wie ich bereits im letzten Teil ausführte, kommt mit dem Corpwachstum unweigerlich der Moment and dem man nicht nur das Opfer häufiger HighSec-Kriegserklärungen wird, sonder auch Corpdiebe anzieht wie Factionspeck die Maden. Nachdem Ekchu diesen Problemen vor 6 Monaten erlag wagten wir nun einen Neuanfang mit neuen Regeln.

Eine Corp, die nicht wächst, stirbt iwann an Inaktivität. Nur wer neue Piloten rekrutiert kann auf Dauer erfolgreich sein.

Als meine Wurmlochcorp Ekchu an den Nebeneffekten einer großangelegten Rekrutierungswelle und Fusion mit einer anderen WH-Corp - Drama und Diebe - erlagt, da verstreuten sich die Piloten in Windeseile über New Eden (Bye bye Corp). Einige spalten sich ab und gündeten eine eigene Corp in Anoikis. Nur ein kleiner Rest blieb zusammen, ein harter Kern. Von einst über 100 Piloten unter dem Banner unserer Corp reduzierte uns gegenseitiger Vertrauensverlust durch mehrere Corpdiebstähle auf ein knappes Dutzend. Wir versuchten uns im NullSec, erkannten aber bald, dass unser Herz in unserer alten Heimat geblieben ist. So entstand der Traum an eine Rückkehr, eine Rückkehr nach Anoikis.

Wir hatten genügend Zeit über unsere gemachten Fehler nachzudenken. Der letzte große Corpdiebstahl war zwar aufgrund der gestohlenen Capitals schmerzhaft, die meisten Schiffe der Piloten waren allerdings geschützt. Wir wohnten nämlich in einzelnen Gruppen in separaten Kontrolltürmen. So konnte ein Dieb nur die Haupt-POS und jene in der er wohnte bestehlen. Der eigentliche Verlust war nicht pekuniärer Natur. Er ließ uns viel mehr an unser gegenseitigem Vertrauen zweifeln. Und das war unser Ende.

Auch wenn man durch Planung von Rechten und Kontrolltürmen mit unterschiedlichen Zugangsbedingungen das Ausmaß an gestohlenen Assets reduzieren kann. Auch wenn man möglichst wenig wertvolles im Wurmloch hortet und sämtliches Diebesgut aus der Corpkasse ersetzt, so stiehlt ein jeder Dieb auch immer etwas von dem Kit, aus welchem eine WH-Corp zusammen hält: Vertrauen. Daher ist es nicht nur wichtig das Ausmaß an Diebstählen zu reduzieren. Man muss sie effektiv verhindern.
Das erste Wurmloch in dem ich jemals gelebt habe - damals noch mit Sturmfeuer
Die Neugründung Ekchus basierte auf dem, was jede Wurmlochcorp braucht: Vertrauen - was sonst? All jene Piloten, die dem Ruf unseres einstigen CEO gefolgt sind und für unser neues Wurmloch gekämpft haben, genießen gegenseitiges Vertrauen. Wir haben uns von dem Gedanken verabschiedet eine große uns mächtige WH-Corp aufzubauen. Wir bleiben klein und familiär - mehr Vertrauen und weniger Risiko. Aber ohne neue Piloten aufzunehmen droht uns auf lang oder kurz der Tod durch Inaktivität. Also was machen wir? Wir rekrutieren wieder...

Besonders gefährdet sind Assets in Wurmlöchern mit direkten HighSec-Ausgängen. Es ist schlicht zu einfach Diebesgut weg zu bringen. Aber auch Wurmlöcher mit leichtem LowSec- oder NullSec-zugang ind gefährlich. Hier lassen sich Capitals besonders leicht mit Modulen, etc. füllen und rausfliegen. Sicher könnte demnach ein C6 mit statischem C5, ohne Capitals sein, aber wer will schon so leben? Um aus der eigenen kleinen Corp wieder etwas schlagkräftiges zu formen, bleibt einem nur der Beitritt in eine Allianz.

Update - 25.08.2014
Ein interessanter Artikel auf EN24 zum Thema Corpdiebe und Wurmlochsicherheit (Link).

Freitag, 4. April 2014

Corpgröße - Segen und Fluch (Teil I)

Die Corpgröße hat einen bedeutend größeren Einfluss auf das eigene Spiel als ihr vielleicht annehmt. Wenn man einige Zeit in einer kleinen Corp verbracht hat, dürstet es einen oft nach der Macht der Masse. Doch die vermeintliche Stärke ist zugleich auch eine große Schwäche.
In einer Corp sammeln sich schnell Assets im Milliardenbereich an - abgesichert oft nur durch gegenseitiges Vertrauen
Wenn man neu in EVE Online ist, dann emp­fiehlt es sich eine kleine deutschsprachige du wählen. Warum? Zum einen ist es einfacher den Einstieg in EVE in seiner Muttersprache zu wagen und zum anderen sind kleine Corps sicherer - in vielerlei Hinsicht.

Die brotaufstrichgeplagten Jungs um Neovenator liefern da das aktuelle Paradebeispiel. Nach Jahren der Beschaulichkeit begann mit der Einführung des Missions for Noobs (ich berichtete) ein Boom in Bezug auf die Corpgröße. Die änfänglich problematische Präsenz in einem Wurmloch wurde zu einer festen Größe im Corpleben und als Teil einer deutschen Allianz gibt es wohl gelegentlich auch tolle und große Flotteneinsätze für die ganzen HighSec-Carebears. *Seitenhieb

Nun wurden Sie aber von der Kehrseite der Medaille eingeholt. Nach etlichen HighSec-Kriegen im üblichen Stil, also übermächtige Pussyflotten, die bei Widerstand sofort andocken, trieb es vermehrt Piloten ins Wurmloch. Und dort wartete ein noch viel grausamerer Feind: Ein eigenes Corp Mitglied.
Von Dieben oft unterschätzt - Die industriellen Güter einer (WH-)Corp
Als dann die Nachricht über einen Corpdiebstahl in Höhe von 20 Mrd. ISK bei Neovenator im Blog stand, wurde mein Interesse geweckt und ich nachdenklich. Mit dem Beklautwerden habe ich im Wurmloch leider schon einige Erfahrungen gesammelt und nicht alle habe ich in diesem Blog niedergeschrieben. Immerhing war ein Corpdieb auch der ausschlaggebende Grund für den Zerfall von EKCHU vor etwa 6 Monaten. 

Es gibt mehrere Möglichkeiten Corpdieben die Arbeit zu erschweren. Das Personal Hangar Array (danke CCP!) liefert jedem Spieler Platz (kumulativ 50k m³) für seine persönlichen Gegenstände. Wichtige Corpeigentümer können in Tabs derart sortiert werden, dass immer nur die wichtigen Mitglieder Zugriff darauf haben. Ansonsten könnte ein Corpdieb den ganzen Kontrolturm mitnehmen und von der einstigen POS wäre nur noch das Lesezeichen im Kontextmenü übrig. Bei besonders vielen Piloten lohnt es sich auch ihre Schiffe in getrennten POSen unter zu bringen.

Eine wichtige Eigenschaft einer guten Corp: Sie hat Geld für solche Vorfälle zurückgelegt oder ist in der Lage schnell welches zu verdienen. Denn nur, wenn die gestohlenen Güter iwie ersetzt werden können, bleibt der Corpfrieden auf Dauer gewahrt.

Eine aktive und große Gemeinschaft in EVE, ohne Corpdiebe und HighSec-Kriege. Kann es derartiges in EVE überhaupt geben, oder muss man zwangsläufig die Seiten wechseln, um seinen Spaß zu haben? Habt ihr auch schon Erfahrungen mit Corpdieben gemacht?

PS: Ich bin mir bewusst, dass ich jede Menge Neovenator verlinke. Alle Beiträge habe ich selbst gelesen und kann sie zur ergänzenden Lektüre nur empfehlen. Außerdiem ist EMSIs Elend Motivation für diesen Beitrag.