Freitag, 17. Oktober 2014

Fitting des Monats - Der Epithalbait

Für Planetary Interaction (PI) gibt es derzeit kaum ein besseres Schiff als die Epithal. Mit dem passenden Fitting lässt sie sich auch hervorragend als Bait gebrauchen. Einen Erfolg kann ich schon vorweisen.
Brauchte ziemlich lange zum Anbeißen - mein erster Fang (killmail)
Um ehrlich zu sein, hatte ich schon etwas Lehrgeld zahlen müssen, ehe ich ein anständiges Epithalfitting zusammen hatte. Eine Epithal ganz ohne Fitting fliegen klingt vielleicht auf den ersten Moment ok. Allerdings macht man sich so zu einem sehr leichten Ziel für HighSec Ganks. Und das nicht nur in Gankhubs wie Uedama (killmail), sondern auch in Systemen mit einem hohen Security Status wie Jita (killmail).

In Sachen eHP sollte das unterste Ziel die 3.000 eHP-Marke sein. Das ist zumindest ein Wert, den Gankschiffe wie die Vexor (killmail) oder Thrasher (killmail) für gewöhnlich nicht erreichen. Die zweite Schwelle sind 10.000 eHP. Alles darüber hat gute Chancen ein Tornadosalve zu überleben.

Hinweis: Ich gebe meine Fittings jetzt immer so an, dass ihr sie in eurem "Fitting Management" importieren könnt. Dazu einfach das Fitting hier kopieren (Strg+C) und ingame über "Import from Clipboard" einfügen. Den Fitting Manager findet ihr über Alt+F drückt und dann auf "browse" klickt.

[Epithal, WH-Köder]
Damage Control II
Warp Core Stabilizer I
Warp Core Stabilizer I
Warp Core Equalizer I

Large Shield Extender II
Adaptive Invulnerability Field II
Adaptive Invulnerability Field II
Adaptive Invulnerability Field II

Small Nosferatu II
Small Nosferatu II

Medium Core Defense Field Extender I
Medium Core Defense Field Extender I
Medium Core Defense Field Extender I

Das Fitting kostet etwa 16 Mio. ISK, hat standardmäßig 8k eHP und bereits mit aktiviertem Damage Control über 10k. Man bräuchte also schon mindestens 2-3 Tornados um die im HighSec zu ganken (eHP mit Invuls ~20k). Damit kann man also schonmal Fracht im Wert bis zu 150 Mio. ISK "sorgenfrei" transportieren. Spätestens der zweite NOS macht das fitting capstabil. Gegen afk-Haulern hilft auch dieses Fitting nicht. Die Warp Core Stabilizer sind für den Fall, dass ihr gerade durch ein Wurmloch gesprungen (und natürlich zu weit entfernt zum zurückspringen) seit, oder an einem POCO getackelt werdet. Gegen Interdictoren ist man allerdings machtlos.

Meine eigenen Erfahrungen
Ursprünglich habe ich Epithal und Co gar nicht gefittet. Nach den Änderungen mit Odyssey 1.1 (Patchlog) ließ sich der Frachtraum der nun spezialisierten T1-Transporter nicht mehr sinnvoll vergrößern und alles Andere schien mir für den Fall eines Schiffverlusts rausgeworfenes Geld. Für längere Flüge durch das HighSec bevorzugte ich Inertia Stabiliuer und Nanofiber Internal Structures, um schneller voran zu kommen. Allerdings hat mich ein derart reduziertes Fitting auch schon eine Epithal gekostet (killmail). Mit etwas mehr eHP verlor ich meine nächste Epithal an eine Sabre (killmail). Da hätte mir wohl nur ein anderer Pilote helfen können... wenn ich länger durchgehalten hätte. Mein Maxtank-Fitting mit drei Shield Power Relays in den LowSlots tankt eine Scantengu einge gute Weile. Wenn man allerdings nicht auf seine Polarisierung achtet, bringt einem im WH auch mehr tank nichts (killmail).

Allgemeine Gedanken zu WH-Baits
Im Wurmloch-PvP wird das Killboard eines potentiellen Gegners oft als Informationsquelle genutzt. Dadurch findet man schnell heraus wie groß die Flotten sind mit denen jemand unterwegs ist und welche Schiffe/Fittings verwendet werden. Wenn ihr übrigens eure NOS nicht benutzt, vermeidet ihr es auf der Killmail aufzutauchen. Wenn jemand eine Epithal angreift, gibt es dafür zwei Möglichkeiten. Entweder es wird versucht, die Epithal ohne zusätzlichen Intel anzugreifen, was nur im Sinne eines Baits sein kann und die eigenen Überlebenschancen verbessert, oder der Angreifer bekommt kalte Füße. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass der eigene Bait gegen eines selbst genutz wird, ... aber wer macht sowas schon?

Weiterführende Literatur zu Epithalfittings findet ihr bei nevillesmit.

Montag, 13. Oktober 2014

Gallente Epic Arc Kassensturz

Für jeden der im HighSec etwas Abwechslung sucht, und neben ISK auch noch alle 3 Monate einen ordentlichen Bonus zum Fraktionsansehen erhalten möchte, bieten sich Epic Arc Missionen an. Nun wird die Gallente Epic Arc getestet.
Unter Beschuss - die schönste Umgebung für meine Tengu
Die 73 Mio ISK pro Stunde, von denen ich in meinem Minmatar Epic Arc - Kassensturz berichtete, wollen verglichen werden. Die Amar Epic Arc (- Kassensturz) kam immerhin noch auf 63 Mio ISK pro Stunde. Nach einer kurzen Diskussion unter Bloggern war diesmal die Gallente Epic Arc dran.

Hinweis: Um Epic Arc Missionen fliegen zu können braucht man bei der entsprechenden Corp ein
5er Standing
[Fraktion] [Ansprechpartner] [Corp] [System]
Gallente - Roineron Aviviere von Impetus in Dodixie
Caldari - Aursa Kunivuri von Expert Distribution in Josameto
Minmatar - Arsten Takalo von Brutor Tribe in Frarn
Amarr - Karde Romu von Ministry of Internal Order in Kor-Azor Prime

Was sollte man für ein Schiff fliegen?
Diesmal bin ich wieder im Tandem geflogen. Eine Typhoon und meine Tengu und 2 Epic Arcs parallel. Im Gegensatz zu den anderen Epic Arcs war zusätzliche Feuerkraft nur selten nötig und die Trägkeit der Typhoon unglaublich zeitraubend. Mit insgesamt 74 Sprüngen kann ich nur empfehlen keine Schlachtschiffe zu fliegen. Alles was ihr mehr an Killspeed bringt wird euch durch Rumfliegen und (in manchen Situationen) unglaublichen einkommenden Schaden wieder negiert.

Die Zielsysteme der einzelnen Missionen fielen fast immer zusammen. Daher würde ich, wenn man schon zwei Schiffe mitnimmt, zwei T3-Kreuzer empfehlen. Die Methode, dass einer hinterherfliegt und salvaged lohnt einfach nicht. Nach 11 h 6 min gab es zum Abschluss ein Standingbonus von 10%+ (skillabhängig) für Gallente und jeweils ein Black Eagle Drone Link Augmentor.



Aufgeschlüsselt macht das je Charakter
  • 105 Mio Missionbelohnungen
  • 25 Mio Zeitboni
  • 21 Mio Kopfgelder
  • 45 Mio Loot 
  • 28 Mio Salvage
  • ~200 Mio für den Verkauf des Black Eagle Drone Link Augmentors
Das sind für jeden Charakter jeweils 423 Mio ISK (in Summe 847 Mio). Bei ungefähr 11 Stunden ergibt das einen Stundenlohn von 77 Mio ISK/h. Das ist vergleichbar mit der Minmatar Epic Arc (73 Mio ISK/h). Allerdings sind die Zahlen stets für beide Accounts zusammen. Einzeln betrachtet sieht der Stundenlohn eher mager aus.

Tipp: Entweder ihr nutzt eine Mobile Tractor Unit (MTU) und 2-3 Salvager in den HighSlots oder ihr lasst das Salvagen bei der Gallente Epic Arc einfach weg.

Epic Arc auf Zeit?
Bei den vielen Missionen ohne Kopfgelder und dem schlechten Loot/Salvage lohnt es sich vllt. die Gallente Epic Arc auf Zeit zu fliegen. Mit ~200 Mio. ISK für den Drone Link Augmentor am Ende ist das bisher die wertvollste Belohnung einer Epic Arc. Ich werde es mal ausprobieren und euch berichten.

Tipp: Jede Epic Arc könnt ihr nur einmal alle drei Monate starten.

Weitere Artikel zum Thema ISK im HighSec
Hinweis:
Folgenden Guide habe ich zum Absolvieren der Epic Arc genutzt: EVEUni
Eine Übersicht über eure Gegner findet ihr auf EVE-Survival
Eine großartige Übersicht zu Epic Arcs findet ihr bei BullyB


Update - 19.06.2016 - Rechtschreibung; Formatierung geändert; Gallente Epic Arc Speedrun verlinkt
Update - 07.06.2016 - Minmatar Epic Arc Speedrun verlinkt
Update - 06.06.2016 - Caldari Epic Arc Speedrun verlinkt
Update - 14.05.2015 - Querverweise zu anderen Epic Arcs im HS eingefügt

Montag, 6. Oktober 2014

Die PLEX-Preiswette

Beinahe nichts in EVE ist so sicher wie steigende PLEXpreise. Was liegt also näher als untätige ISK in PLEX zu investieren und sich später die Zinsen auszahlen zu lassen? Das wahr zumindest meine Idee, als ich 10,5 Mrd ISK in eine Marktspekulation investierte. Lasst uns sehen was daraus geworden ist.

Für viele einer der am schwersten verständlichen Bereiche von EVE liefert der Markt in New Eden die Möglichkeit, unabhängig von der eingesetzten Zeit, beeindruckende Gewinne zu erzielen. Einzig die Menge an ISK, die man investieren kann, scheinen der limitierende Faktor.

Meine erste Erfahrung mit den finanziellen Möglichkeiten von Preisschwankungen habe ich einst mit meiner Domi Navy gemacht, die ich mir von meinen ersten hart erschürften ISK geleistet hatte. Als ich Monate später erkannte, dass ich wohl vorerst keine Schlachtschiffe fliegen werde, warf ich sie auf den Markt und hatte am Ende 180 Mio damit verdient, sie mehrere Monate in der Garage zu parken. (180 Mio ISK geschenkt)

Vor etwa sechs Monaten hatte ich ein gut gefülltes Konto und eigentlich keine Lust sonderlich dafür zu arbeiten, dass sich meine ISKies mehren. Also habe ich kurzerhand 15 PLEX zu je 700 Mio ISK gekauft. Natürlich in der Hoffnung auf weiter steigende Preise.
Entwicklung des PLEX-Preises im letzten Jahr (zum Vergrößern anklicken)
Nachdem PLEXe aktuell für etwa 800 Mio über den Ladentisch gehen - lasst mich rechnen - habe ich schon erfreuliche 1,5 Mrd. ISK mit warten verdient. Hätte ich doch nur mehr gekauft...

Gesteigerte Nachfrage
Mit den zusätzlichen neuen Möglichkeiten PLEX auszugeben hat CCP schon seit einiger Zeit die Nachfrage erhöht. Nach dem ersten Test des Dual-Charakter-Trainings ist es nun möglich für je eine PLEX einen Monat Skillzeit für den zweiten und dritten Charakter eines Accounts freizuschalten. Ebenso ist es mittlerweile möglich eine PLEX zu aktivieren und die Spielzeit einem anderen Account gutschreiben zu laden.

Auch die Umwandlung von PLEX in Aurum gewinnt, nicht zuletzt wegen des wachsenden Angebots im Aurum Store, an Bedeutung (Dev Blog). Die anfänglichen Schiffslackierungen (CCP testet Schiffslackierungen) waren ein voller Erfolg und das Angebot wurde dem entsprechend ausgebaut.

Insgesamt werden die Spieler in EVE auch immer reicher und somit steigt die Anzahl jener, die sich eine PLEX leisten können, unabhängig vom Preis. Unschön ist die Entwicklung natürlich für all jene, die einen oder mehrere Charaktere über PLEXe finanzieren.

Freitag, 3. Oktober 2014

Sicherheit im Wurmloch - Wurmlöcher schließen

Das Thema Wurmlochsicherheit und Schließen von Wurmlöchern ist spätestens mit den zahlreichen Neuerungen dank Hyperion und Oceanus wieder ein wichtiges Thema.
Die neuen Wurmlochanimationen mit Oceanus (DevBlog)
Neu:Fregattenwurmlöcher (Übersicht)
Diese neuartigen Wurmlöcher, die nur von Schiffen mit einer maximalen Masse von 5mt genutzt werden können, lassen sich nur mit größter Mühe und dutzenden Piloten schließen, da sie recht schnell ihre Gesamtmasse regenerieren. Im Alltag sind sie von "normalen" Corps nicht zu schließen. Hier hilft nur beobachten und das am besten auf der anderen Seite, um Piloten abzufangen, die vergeblich versuchen mit zu großen Schiffen druchzuspringen (z.B. T3-Scouts).

Ebenso gibt es zusätzliche Wander-Wurmlöcher. Das sind Wurmlöcher, die nicht als statischer Ausgang einem bestimmten (Wurmloch-)System zugeordnet werden können. Hinzu kommt der neue zweite statische Ausgang für C4-Wurmlöcher. Wir dürfen also insgesamt mit mehr Wurmlöchern rechnen.

Hinweis: Als generischer Ausgang werden die K162-Seiten von Wurmlöchern bezeichnet.

Reduzierte Reaktionszeit
Früher wurde ein neues eingehendes Wurmloch als zusätzliche Signatur im System sichtbar, sobald jemand einen Warp zum Eingang initiierte. Jetzt passiert dies erst bei der ersten Aktivierung des Wurmlochs, womit man weniger Zeit hat, um sich ggf. in Sicherheit zu bringen und auf PvP vorzubereiten.

Ein- und Ausgänge schließen
Um sich vor unerwünschtem Besuch zu schützen, kann man die eigenen statischen und generischen Ausgänge "einfach" schließen. Dabei sollte allerdings die neue masseabhängige Entfernung zu Wurmlöchern nach einem Sprung (Mehr WH-PvP mit Hyperion?) und die verbleibende Masse des Wurmlochs berücksichtigt werden (ellatha.com).

Die eigenen statischen Ausgänge sind, einmal geschlossen, kein (Sicherheits-)Problem mehr. Lediglich auf neue Wander-Wurmlöcher und K162er muss man achten.

Alternative - Massekritisch springen
Eine andere Variante, um sich vor zahlreichem Besuch zu schützen, ist das Reduzieren der verbleibenden Sprungmasse eines Wurmlochs bis kurz vor den Kollaps. Das ist in manchen Situationen einfacher und verwehrt größeren Flotten die Passage. Gut bspw. bei stärkeren Nachbarn. Diese Methode wird gerne bei Wurmlochbelagerungen verwendet, um feindliche Verstärkung zu verhindern. Aufpassen muss man allerdings für wieviel die Restmasse noch ausreicht. Immerhin könnte eine feindliche Flotte den Kollaps des Wurmlochs bewusst in Kauf nehmen und durch ein anderes Wurmloch wieder abziehen (wenn ihr z.B.ein bequemen statischen HighSec-Zugang habt). Ebenso sollte man eventuelle Fregattenflotten berücksichtigen. Mit den neuen Fregattenwurmlöchern gewinnen diese leichten Schiffe in Anoikis zunehmen an Popularität und durch ein großes massekritisches Wurmloch können immer noch jede Menge Fregatten passen.

Jede Sekunde zählt

Ein paar Extrasekunden erhält man, wenn man massekritische Wurmlöcher und Fregattenwurmlöcher mit Mobile Large Warp Disruptor Bubbles (Wie funktionieren Bubbles?) blockiert. Zusätzlich kann man über die neuen Audioeinstellung die Lautstärke des Aktivierungsgeräusches von Wurmlöchern anheben.

Mit all diesen Maßnahmen können beispielsweise Cap Escalations so sicher sein wie Carebearing im NullSec.

Edit: Wer seine Wurmlochverbindungen nicht schließt oder massekritisch springt, riskiert schnell mal seine 47 Mrd. ISK Capitalflotte (EVEnews.com Battlereport)